Montag, 16. März 2015

puɐʃɹǝpunM ɯı ǝɔıʃ∀ - ǝʌıʇʞǝdsɹǝԀ || Perspektive - Alice im Wunderland



Hallo Alice. Ja ich weiß, das ist nicht dein Name, aber er ist so gut wie jeder andere. Außerdem haben wir keine Zeit uns hier über Namen zu unterhalten. Wir müssen los. Immer weiter und weiter. Unaufhaltsam. Tick tack, tick tack. Bist du bereit mit mir zu kommen, Alice? Bereit hinter den Spiegel zu treten und in die tiefsten Tiefen des Hasenbaus vorzudringen? Dann schnall dich lieber nicht an, sonst kommst du ja nicht voran. Und denk immer daran, wir haben keine Zeit.

Alles was wir haben ist Zeit. Zeit ist unsere Währung. Zeit ist Geld. Zeit ist relativ. „Bei der Zeit, wahrlich, der Mensch ist im Verlust.“ Was ist eigentlich Zeit? Für diese Frage haben wir auch keine Zeit! Zeit ist einfach da. Wir werden von ihr mitgerissen, mehr brauchst du nicht wissen, kleine Alice. Manchmal fließt sie schneller, manchmal langsamer. Manchmal erscheint uns ein Jahr wie zwei Tage und nur eine Nacht wie eine Unendlichkeit. Erinnerst du dich an diese Nächte, Alice? Erinnerst du dich an die Stunden die wie Sekunden vergingen und die Sekunden die länger als Jahrzehnte andauerten. tick Ich kann mich noch daran erinnern. tack Alles vorbei. 
Weiter, weiter, wir haben keine Zeit.

Mach die Augen auf, Alice! Schau dich um. Siehst du es? Erkennst du es? Sieh in den Spiegel! Und nein hab keine Angst, denn das was du siehst, das bist du wirklich. Berühr ruhig die kalte, glatte Oberfläche, wenn du es nicht lassen kannst. Aber was du auf jeden Fall tun solltest ist hineinschauen. Was siehst du? Liar, liar, pants on fire Ich sage es dir, du siehst dich selbst. Siehst dich durch die Zeit hindurch. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, alles verschwommen in einem einzigen Bild, in einer einzigen Reflektion. Hört endlich auf mit den verdammten Anagrammen! Gefällt dir, was du siehst? Mr. Chichi Rime ,Whaler Denk an jeden erdenklichen Augenblick zurück und du wirst ihn sehen können. Ich sagte hört auf damit! Ein kleines Kind, was tut es, Alice? Spielen? Tanzen und singen? Es spielt keine Rolle, es ist Vergangenheit. Lichee Bighead, Bitch Der graue Nebel? Das müsste deine Zukunft sein, sieh doch genauer hin. Man erkennt nur eine leichte Silhouette, so ist das halt mit der Zukunft. Hast du Angst, Alice? Was soll das überhaupt bedeuten? Wer sind diese Leute? Hab keine Angst vor der Zukunft. Es wird eh nichts daran ändern. Thud Schmaltzier, Vet Sieh lieber auf dein jetzt und das, was davor lag. Du hast Fehler gemacht, oder? Den kenne ich tatsächlich, ein sehr guter Freund von mir Dein Spiegelbild weint, warum tust du es nicht? Weißt du etwa nicht, was geschehen ist? Less Childbirth Seizure Du solltest es wissen. Schau in den Spiegel, schau in dich selbst. So langsam wird es absurd, aber ihr habt recht Sei ehrlich zu dir selbst. Wir müssen tiefer. Wir haben keine Zeit.

Warst du schon einmal in einem Zoo, Alice? All diese Tiere, eingesperrt zum Vergnügen anderer Tiere. Artenschutz. Forschung. Artgerechte Haltung. Gefängnisse sage ich dir, nichts weiter als Gefängnisse. Aber vielleicht auch ein Sicherer Ort. Ein Schutz vor dem schlimmsten aller Raubtiere. Ein Schutz vor dem Menschen. Der Mensch schützt die Tiere vor sich selbst. Ist das unsere Bestimmung? Müssen wir immer andere vor uns selbst schützen?
Ich war einmal in einem Zoo. Damals als die Sonne noch schien und ich noch Hüte getragen habe. Damals, als ich noch lächeln konnte. Ich kann auch jetzt lächeln, so ist es nicht, aber damals, damals war es sorgenfrei. Damals. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern. Ich stand bei den Orang Utans. Und da saß dieser riesige alte Affe und schaute zu mir hinüber. Ich ging auf ihn zu und stellte mich vor ihn. Nur eine Glasscheibe trennte uns voneinander. Ich schaute ihm in die Augen und er schaute in meine und wir beide hoben eine Hand und legten sie an das kalte, glatte Glas. Im Nachhinein fragte ich mich, wer eigentlich wen beobachtet hat.

Tick tack, Alice. Die Zeit ist uns ständig im Nacken. Doch hab keine Angst. Angst brauchen wir hier im Wunderland nicht. Angst lässt uns nur Fehler begehen und falsche Entscheidungen treffen. Angst. Ich dachte wenn mein Leben auf dem Spiel stünde, sollte ich Angst verspüren. Doch als die Herzkönigin meinen Kopf haben wollte, als ich dort auf dem Boden lag mit einem Beil über meinem Nacken, da streckte ich die Hand nach ihr aus. Nein, keine Angst. Angst verspüren wir nicht bei schlechten Sachen, wie auch, wo das doch unsere Natur zu sein scheint. Hier im Wunderland sind wir nicht alle verrückt, wir sind einfach nur schlecht. Wenn uns schlechtes widerfährt, dann können wir es bis ins kleinste Detail verstehen. Es wird berechenbar. Nein, Angst verspüren wir bei den guten Sachen. Wir haben Angst davor, wenn uns jemand Hilft, weil wir nicht wissen können, was er dafür von uns verlangen wird. Wir haben Angst davor, wenn jemand ehrlich zu uns ist, weil wir es   nicht glauben können. Wir haben Angst, wenn auf einmal jemand vor uns steht, der tatsächlich nur für uns da ist. Verstehst du das? Man kann alle Sachen in diesem Leben mit einer Absicht machen, mit einem eigenen Gewinn koppeln. Aber es soll tatsächlich auch selbstlose Menschen geben. Glaubst du das, Alice? Es soll Menschen geben, die einem Helfen ohne etwas dafür zu erwarten. Diese Menschen mögen wir nicht, denn sie erscheinen uns nicht glaubhaft, nicht real. Nein, nein, wir verurteilen lieber alle Menschen. In unseren Augen ist jeder Mensch schuldig eigennützige Absichten zu haben. Und wenn der Hammer erst einmal gefallen ist, nun ja, ab mit dem Kopf!
Ja so ist das mit der Angst. Ich habe Angst vor dem Meer. Habe Angst davor weit und breit kein Land zu sehen und unter mir diese endlose Tiefe zu haben. Und doch habe ich keine Angst vor dem Himmel. Ich schaue nachts hinauf in diese endlose Weite und bin fasziniert davon. Angst.
Wovor hast du Angst, Alice?

Ah, distinctly I remember it was in the bleak December,
And each separate dying ember wrought its ghost upon the floor.
Eagerly I wished the morrow; - vainly I had sought to borrow
From my books surcease of sorrow - sorrow for the lost Lenore -
For the rare and radiant maiden whom the angels name Lenore -
Nameless here for evermore.

Du hast eine kleine Narbe am Rücken, Alice, ich habe es geliebt sie zu berühren, sie mit dem Finger zu streicheln und sie zu küssen. Manchmal brauchen wir nur etwas Kleines um uns der Realität bewusst zu sein. Dies ist meine Kleinigkeit.
Realität. Schönes Wort. Schönes Konzept. Aber am Schluss erweist sie sich doch als etwas Subjektives. Etwas, das niemals ultimativ sein kann. Es sei denn, wir haben einen ultimativen Betrachter, Alice, einen Beobachter über Raum und Zeit, allwissend und allmächtig. Dann hätten wir auch die ultimative Realität, die ultimative Wahrheit.

Zeit aufzuwachen kleine Alice. Zeit das Wunderland zu verlassen. Deine Metamorphose ist abgeschlossen, du warst die Königin der Herzen und hast dich in die Herzkönigin verwandelt. „Ab mit dem Kopf!“ Ich hoffe du bist glücklich mit dem Ausgang. Ich? Ich werde langsam verschwinden. Mich langsam in Luft auflösen, aber keine Sorge, vielleicht bleibt ja mein Grinsen für dich zurück. Und wenn nicht das, dann lasse ich dir wenigstens ein Lächeln da.


Leb wohl Alice!

Freitag, 27. Februar 2015

Pɘɹspeʞtivɘ



Ich hatte einen Traum. Ich stand auf einer Wiese in einer klaren Sommernacht und schaute in den Himmel.


Es ist erstaunlich wie sehr die Sichtweise auf bestimmte Dinge von Mensch zu Mensch variieren kann. Schaut eine Gruppe von Menschen nachts in den Sternenhimmel, so wird jeder einzelne von ihnen etwas anderes darin sehen. Der eine erfasst die Schönheit des ganzen Himmels, wohingegen sich der andere in die Details der Mondoberfläche verliert. Einer sucht gezielt nach dem Mars, der sich rot leuchtend am Horizont erhebt und ein anderer geht nach und nach alle Sternbilder ab, die er kennt. Und fragt man diese Personen im nachhinein, was sie gesehen haben, so werden alle von etwas anderem Berichten.

Wir nehmen die Welt mit unseren Sinnesorganen wahr. Wir sehen, hören, schmecken und fühlen die Beschaffenheit aller Dinge, doch was passiert wirklich, wenn wir z.B. einen roten Buntstift sehen. Licht trifft auf den Buntstift auf und ein Teil davon wird absorbiert, wohingegen ein anderer Teil, in diesem Fall rot, reflektiert wird. Dieses Licht nehmen wir nun über das Auge auf, dabei passiert es die Linse, wo seine Orientierung umgekehrt wird und trifft dann, quasi kopfüber, auf die Netzhaut auf. Hier wird dieses Licht basierend auf Eigenschaften wie Wellenlänge und Intensität in elektrische Signale umgewandelt, die über den Sehnerv zum Gehirn landen, wo dann die Daten interpretiert werden und wir den Stift als solchen erkennen. 
Somit ist alles, was wir sehen das Ergebnis der im Gehirn prozessierten Rohdaten, die über den oben beschriebenen Weg dorthin gelangen. Wie aber weiß das Gehirn, wie eine bestimmte Farbe auszusehen hat? Wir lernen die Farben schon in unserer Kindheit. Rot, Blau, Grün, Gelb. Und egal wo man auch hingeht, jede Farbe wird immer als diese erkannt werden. Doch kann man sich hier sicher sein, dass die Farbe, die ich sehe auch für jemand anderen so aussieht? Was für mich Rot ist, kann für jemand anderen Grün erscheinen, er kennt es jedoch als Rot und wird auch Rot dazu sagen. Schließlich ist all das was wir sehen lediglich die Interpretation in unserem Gehirn.


Man konnte die gesamte Milchstraße sehen und es erfüllte mich mit Freude.


Was bei einer einfachen Farbe so kompliziert ist, wird bei Betrachtung von komplexeren Sachverhalten noch viel schwerer. Bleiben wir erstmal nur beim Sehen. Wir schauen in einen Spiegel. Wir sehen uns selbst. In Wirklichkeit sehen wir unsere Reflexion. Spiegelverkehrt. Links ist für mein Spiegel-Ich Rechts. Und sein Linkst ist mein Rechts. Hier wird die Richtung des Lichtes umgekehrt. Und obwohl alles umgekehrt ist, erkennt man sich dennoch im Spiegel wieder. So wie man sich selbst auch auf Fotos wiedererkennen würde, auch wenn hier die Darstellung im Vergleich zum Spiegel wieder eine andere Richtung hat. Dem Gehirn ist dies jedoch relativ egal und in beiden Fällen erkennt man sich selbst.

Interpretation der Eindrücke. Doch wie genau läuft diese Interpretation ab und kann sie in irgendeiner Weise beeinflusst werden? Und daraus resultiert letztendlich die Frage, was denn dann die Wirklichkeit ist.

Albert Hofmann, der Entdecker des LSD schreibt hierzu in seinem Buch LSD-mein Sorgenkind folgendes: "Die wichtigsten Erkenntnisse, die ich aus den LSD-Versuchen gewann, sind Einsichten in das Wesen der Wirklichkeit. Bis dahin hatte ich geglaubt, dass es nur ein einziges wahres Bild der Welt, das, was man als die »Wirklichkeit« bezeichnet, gäbe. Die Erfahrungen im LSD-Rausch, in dem fremde Welten als ebenso wirklich erlebt werden wie die Alltagswirklichkeit, zeigten, dass die Wirklichkeit keineswegs etwas Absolutes, Feststehendes ist, sondern dass ihr Bild und Erleben durch einen veränderten Bewusstseinszustand des Betrachters verändert werden."

Alles kann auf diese Wahrnehmung Einfluss nehmen, seien es Erfahrungen, irgendwelche Substanzen, ja sogar unsere Ängste. Ein depressiver Mensch wird überwiegend das Negative potenzieren, wohingegen ein frisch verliebter überall nur Blumen und Regenbögen sehen wird. Und damit wir jemand anderem klar machen können, was wir denn für uns als Wirklichkeit erkennen, bedienen wir uns einem sehr praktischen Werkzeug. Der Sprache.


Ich drehte mich um und rief: "Sieh mal!"


"Ich habe einen roten Stift in der Hand." Diese Aussage ist sehr leicht zu bestätigen, man schaut auf die Hand und erkennt einen roten Stift. Doch wie sieht es aus mit abstrakten Ideen. "Der DAX ist heute um 1,4% gefallen." Im Hintergrund erkenne ich einen tollen Graphen, aus dem ich als Laie aber nicht unbedingt schlau werde, dennoch glaube ich mal dem Kerl im Fernseher, weil er einen schönen Anzug trägt und zu wissen scheint, was er da sagt. 
Aber was ist wenn plötzlich eine Person vor uns steht und drei ganz bestimmte Worte sagt? "Ich liebe dich!" Jetzt wird es schwer. Jetzt sehen wir weder eine Farbe noch eine schöne Grafik. Jetzt sprechen wir über ein Gefühl. Liebe. Unser Herz schlägt schneller, unsere Beine zittern. Und was zur Hölle ist dieses Gefühl in der Magengrube? Ich spüre es, kann es dennoch nicht messen. Doch es treibt mich an meinen ganzen Mut zusammen zu nehmen und diese Worte zu sagen.
Und was wir für diese Liebe nicht alles tun können. Wir besteigen Berge für sie. Legen hunderte, sogar tausende Kilometer zurück. Geben vielleicht sogar unser Leben dafür. Doch was jemand aus reiner und aufrichtiger Liebe tut, erscheint für einen außenstehenden vielleicht als Obsession. Es ist das schönste ganze Nächte wach auf einer Wiese zu liegen und sich zu unterhalten; es ist krankhaft jeden Tag mit nur zwei Stunden Schlaf aus zu kommen. Man kann nicht oft genug zu den Menschen fahren, die einem am Herzen liegen; mit dem ganzen Geld könnte man sich eine Menge neuer Sachen zulegen. Man verschenkt Teile von Sich, Sachen die für einen selbst sehr viel Bedeutung und Geschichte haben; für den anderen ist es nur wertloser Müll.
Alles hat mindestens zwei Seiten, die eigene Sicht der Dinge und die Sicht des Beobachters. Jeder für sich weiß, was seine Wirklichkeit ist, doch so macht sich auch jeder außenstehende ein Bild seiner Realität. Ist das Dreieck oben schwarz oder weiß? Welcher Teil bin ich, welcher Teil ist der Beobachter. Was wenn meine Wirklichkeit plötzlich dementiert wird? Was wenn das, was ich erlebt und getan habe plötzlich von dritten wiederlegt oder geleugnet wird? Wenn einem Beweise aufgezeigt werden, dass die eigene Wirklichkeit gar nicht so ist? Oder wenn es am Schluss Aussage gegen Aussage steht? Was wenn man unterstellt bekommt, dass man unter Realitätsverlust leidet? Wie will man versuchen die anderen vom Gegenteil zu überzeugen?
Gibt es nicht oft genug fälle von Menschen, die unschuldig verurteilt wurden, nur weil alle vorliegenden Beweise gegen sie sprachen. Wie verhält man sich in so einer Situation als Angeklagter, wie als Kläger? Auch Logik hat seine Grenzen. Manchmal erkennt man Sachverhalte intuitiv sofort und zerstört dann diese Erkenntnis durch logische Trugschlüsse. Wie zeige ich jemandem, was ich tatsächlich in meinem Innersten habe, wenn ich mich nur sowas beschränktem wie Sprache bedienen kann?

Jeder für sich muss mit sich selbst ehrlich bleiben. Jeder muss vertrauen in seine eigene Sichtweise der Dinge haben und sich danach richten. Denn übernimmt man erst einmal die Sicht eines Außenstehenden als seine eigene Wirklichkeit, kann es schnell passieren, dass einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Vertrauen. Vertrauen in die eigene Wirklichkeit und Vertrauen auf die Sicht anderer. Beides muss in Harmonie sein, damit man der Wirklichkeit am nächsten kommen kann. Und jeder für sich sollte offen bleiben für die Sicht anderer, sodass es nicht dazu kommt, dass man plötzlich verurteilt wird für etwas, was nicht Wirklichkeit ist. Manchmal spüren wir die Wirklichkeit intuitiv und können sie gar nicht erst logisch erfassen.

"The intuitive mind is a sacred gift and the rational mind is a faithful servant. We have created a society that honors the servant and has forgotten the gift." - Albert Einstein



Und da stand sie, barfuß, in einem weißen Sommerkleid. Sie schaute mich an und ihr Lächeln überstrahlte das Licht der Sterne.

Donnerstag, 8. Januar 2015

Charlie Hebdo


When will humanity finally learn the true value of life?

#JeSuisCharlie
#CharlieHebdo

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Muza


Muza

U shfaqe në një natë kur isha duke lexuar disa fjalë të saja
Ishe një dritë në errësiren të cilen e përjetoja në atë kohë
Ti me bëre ta kap atë copë qymyri dhe ma drejtove dorën kur e vizatova
Ajo sikur një engjull dhe unë perballë saj me flatra të grisura
Shikimin drejt asaj por i paaftë që të arrij tek ajo

Ti me bëre të shkoj dhe ta kërkoj në pranverën e kaluar
Fillove të shndërrohesh në një flakë që digjte çdo gjë
Çdo kafshatë buke dhe çdo grimcë gjumi ti dhash
Sepse me duhej vetëm ngrohtesia e zjarrit tënd

Ti më përcolle kudo qe shkoja
Më bëre ti tejkaloj të gjitha frikat që kisha
Kur vallëzonte ajo me meshkuj tjer në ato dhomat të errëta qe silleshin rreth kokës sime
Ti ishe ajo qe me pëshpëriste në vesh, të jem besnik dhe të bëhem i fortë,
të qëndroj aty sepse edhe mua do me vinte rradha të vallëzoj
Dhe ajo erdhi
Erdhi si një stuhi dhe ne filluam një valle të zjartë
Digjeshim në flaken tënde qe ishte me e ngrohtë se sa dielli i asaj vere te gjatë

Por ashtu siç iku vera dhe erdhi vjeshta, ashtu ike dhe ti, o mikesha ime
Vallë, a nuk kishte vend të mjaftueshem që të qëndroni te dyat pranë meje?
Ti ike dhe me ty iki ngrohtësia
Dhe bashk me ngrohtësinë iku edhe ajo

Më në fund mendova se mbeta vetëm në ditët e erreta te ketij dimri
Por ti u ktheve perseri, shtrigë e vjetër me atë emer kaq të ëmbël
Fillove të më torturosh, të më djegësh me atë zjarrin tënd shkatërues
Ku ishe kur të nevojita më së shumti?
Tani më pëshpërit ne vesh që kurrë më nuk do ta shoh,
që kurrë më nuk do ia ndjej aromen e këndshme,
që kurrë më nuk do ta shijoi atë buzëqeshjen që ma falte vetëm mua
Prap merrma çdo kafshatë buke dhe çdo grimcë gjumi!
Merrma zemren dhe shpirtin dhe çdo gjë që mbeti dhe zhduki te gjitha!
Vetëm mos ma kujto më atë pikturen e parë që tani mu bë realitet

Samstag, 6. September 2014

Friendship is Magic - Eine Geschichte über einen treuen Freund

Lasst mich euch eine alte Freundin vorstellen. Seitdem ich mich zurück erinnern kann war sie bei mir. Wir wuchsen gemeinsam auf und entwickelten im Laufe der Zeit eine sehr enge Beziehung.
Am Anfang war es noch relativ einfach. Wir lernten zusammen laufen und begaben uns auf unser erstes Abenteuer ohne Begleitung in die Welt hinaus. Wir rannten gemeinsam vor Hunden weg und warfen zusammen fasziniert Steine in einen dunklen Brunnen. Sie begleitete mich in den Kindergarten und stand am Tag meiner Einschulung mitsamt Schultüte neben mir.
Es war selbstverständlich für mich sie so gut wie immer bei mir zu haben. Und sie nutzte auch jeden möglichen Augenblick um bei mir zu sein.
Ich lernte neue Leute kennen und wollte vieles mit ihnen unternehmen. Sie stellte sich dazwischen.
Ich wollte mich neu verlieben. Sie flüsterte mir ins Ohr, dass ich nur ihr gehöre.
Als ich älter wurde begann ich sie anders wahrzunehmen. Ich kann mich noch gut an diesen Sommer erinnern. Ich hatte gerade mein erstes Buch mit Kurzgeschichten von Stephen King gekauft und wir lagen zusammen auf meinem Bett und haben uns gegenseitig vorgelesen, als ich das erste Mal meine Hand nach ihr ausstreckte und ihr die Haare aus dem Gesicht strich. Und seit dem ließ sie mich nicht mehr los.
Ich verliebte mich das erste Mal mit ihr, hatte meinen ersten Kuss mit ihr und auch alle anderen Küsse die nach diesem folgten. Wir fingen einen Tanz an, der kein Ende zu haben schien und es war etwas faszinierendes, auch wenn es nicht immer einfach war.
Doch dann änderte sie sich. Sie wurde hart und abweisend. Hielt mich zurück und ließ mich kaum noch irgendwelche Entscheidungen treffen. Wenn sie bei mir war, dann war ich wie gelähmt. Also versuchte ich mich von ihr zu trennen. Ich suchte nach Möglichkeiten sie aus meinem Kopf, ja sogar ganz aus meinem Leben zu verbannen. Doch nichts half.
Sie folgte mir überall hin.
Ich zog von Zuhause aus um zu studieren. Sie kam mit.
Bei jedem Arztbesuch ist sie bei mir. Bei jeder Prüfung sitzt sie einen Tisch hinter mir. Bei jeder kleinen Zugfahrt erblicke ich sie ein paar Reihen weiter vorn. Wann immer ich denke, ich sei sie losgeworden, taucht sie grinsend hinter der nächsten Ecke auf.
Und auch jetzt sitzt sie hier neben mir, während ich diesen Text schreibe.

Ihr Name ist Angst.

Eine der schönsten Definitionen von Angst liefert meiner Meinung nach der Großmeister der Angst schlechthin. Stephen King. Lest einfach mal selbst:
„Die Sache ist da, und die meisten von uns kommen früher oder später zu der Erkenntnis, womit wir es bei ihr zu tun haben: Es ist die Gestalt eines Körpers unter einem Tuch. All unsere Ängste zusammen ergeben zusammen die eine große Furcht, all unsere Ängste sind Teil dieser einen Furcht - ein Arm, ein Bein, ein Finger, ein Ohr. Wir haben Angst vor dem Körper unter dem Tuch, dieser stummen reglosen Gestalt. Es ist unser Körper.“
Und doch frage ich mich, ist es nur das? Beschränkt sich unsere Angst tatsächlich nur auf unseren bevorstehenden Tod? Oder ist es dann doch nicht ganz so einfach?
Ganz spontan fällt mir jetzt ein bestimmtes Ereignis ein:

Mittwoch, 11:13 Uhr, München Hauptbahnhof

Ich stehe hier und schaue ungeduldig auf mein Handy. Es ist ein recht kühler Tag im März und es zeigen sich schon die ersten Symptome einer Lungenentzündung bei mir. Fieber. Meine Knie zittern, aber wegen etwas ganz anderem.
An Gleis 3 fährt gerade ein Zug nach Zagreb ein und plötzlich schrillt die Panik in meinem Kopf los. Einfach losrennen und in den Zug springen. Einfach dieser Situation entfliehen.
Laut Herrn King müsste hier in dieser Situation mein Leben auf dem Spiel stehen. Ein bevorstehender Terroranschlag, ein riesiges Zugunglück oder aber irgendein menschenfressendes Ungeheuer, das gleich aus dem Burger King gestürmt kommt.
Die Wirklichkeit ist noch viel schlimmer. Ich sollte mich dort an diesem Tag mit einer Frau treffen.

Man merkt schnell, so einfach ist das mit der Angst gar nicht. Ich jedenfalls konnte an diesem Tag keine Gefahr für mein Leben bemerken. Und auch generell fürchte ich den Tod nicht unbedingt, sonst würde ich ja letztendlich Angst vor dem Menschsein haben. Und dennoch hatte ich Angst.
Angst zu scheitern, Angst nicht akzeptiert zu werden, Angst abgewiesen zu werden. Irgendwas davon zeigte sich auch an diesem Tag, war ich doch in einer mir fast vollkommen fremden Stadt und traf diese Frau, die ich kaum kannte, von der ich aber schon so viel Wunderbares erfahren hatte.

Angst zeigt sich uns sehr facettenreich. So komplex wie die Psyche eines Menschen ist, so komplex ist auch seine Angst. Sie bewahrt uns oft davor etwas Dummes anzustellen, aber andererseits Lähmt sie uns auch in Momenten, in denen wir eigentlich nichts zu fürchten haben sollte. Ich möchte hier aber keine große Abhandlung darüber halten, was bei uns Angst auslöst oder wie sie sich zeigt, sondern eher meine Beziehung zu meiner Angst hier etwas darstellen.
Oft liest man Sachen wie „Das Leben beginnt dort, wo die Angst aufhört“, doch ist es wirklich so? Muss ich tatsächlich meine Angst ablegen um leben zu können? Ich habe es oft versucht. Habe versucht gegen meine Angst anzukämpfen. Mal eben vom Zehnmeterbrett im Schwimmbad springen oder dem Drang wiederstehen schnell wieder ins Zimmer zurück zu rennen, wenn man sich nachts noch was aus der Küche geholt hat und durch die dunkle Wohnung muss. Aber warum muss ich überhaupt dagegen ankämpfen?
Ich akzeptierte meine Angst, nahm sie auf und umarmte sie. Von außen betrachtet änderte sich nicht viel. Man schlich früher durch die Dunkelheit und tut es jetzt immer noch. Doch anstatt wie früher hart an der Grenze zum Kreischen und Losrennen zu stehen, drehe ich mich jetzt einfach mal um und genieße das Kribbeln, das einem über den Rücken läuft. Ich setze mich auf den kalten Boden und warte. Warte, dass das Monster aus dem Schatten springt, warte darauf zu sterben. Und nichts geschieht. Also stehe ich auf und gehe weiter. Ist doch am Ende nicht eh das ganze Leben nur ein Warten auf den Tod.
Während ich früher Momente gemieden habe, in denen ich meine Angst bekämpfen muss um voran zu kommen, suche ich jetzt genau diese Situationen auf und die Angst verfliegt von alleine.
Und plötzlich wird man noch für alles Belohnt und hat meistens auch noch Spaß dabei. Es eröffnen sich einfach viele neue Möglichkeiten die man sonst nicht ergriffen hätte, ganz nach dem Motto wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Zurück nach München. Ich lief nicht weg. Ich wartete auf sie und verbrachte dann auch den ganzen Tag mit ihr. Es führte zu dem schönsten Sommer in meinem Leben und auch wenn es jetzt vorbei ist, bereue ich keine einzige Sekunde dieser Zeit. Doch das ist etwas für einen anderen Eintrag.

Die Angst. Sie kann uns lähmen, uns fesseln, kann uns dazu bringen uns Jahre lang zuhause einzusperren und kaum Kontakt nach außen zu haben. Doch sie ist nicht unser Feind. Sie ist ein Teil von uns. Ein ewiger Begleiter durch unser Leben. Und sie kann auch unser bester Freund werden. Ohne sie hätten Horrorfilme keinen Sinn. Ohne sie wären die ganzen Stephen King Romane, die ich gelesen habe, nur halb so schön gewesen. Ohne sie wäre ich vielleicht in einer besseren Position in meinem Leben, hätte vielleicht schon lange die Uni abgeschlossen oder etwas ganz anderes getan, was ich mich nie getraut habe. Aber ich würde sie dennoch nicht dagegen eintauschen. Denn sie lässt mich nie im Stich. Sie ist immer da wenn ich nach ihr rufe. Und sie legt sich jedes Mal neben mich ins Bett, wenn niemand anderes da ist. Sie macht mich zu dem, der ich bin und deshalb bin ich froh sie zu haben.
Und sie bewegt mich jetzt auch dazu diesen Blogeintrag zu schreiben. Sie sitzt hier gerade neben mir, schlank und zierlich und zittert ein bisschen. Sie will nicht, dass ich das hier tue. Sie versucht alles um mich daran zu hindern diesen Text zu veröffentlichen. Es wirkt fast so als hätte sie Angst vor mir und nicht umgekehrt. 

Also schreibe ich jetzt. 
Hallo Welt!
Enter.