Freitag, 7. Oktober 2016
Asphalt
Donnerstag, 15. September 2016
Kënga e zemres
Donnerstag, 25. August 2016
Motivation - kann man das essen?
Und ich hatte keine Antwort. Jedenfalls nicht sofort, also ging ich in mich und suchte danach, doch er unterbrach mich.
"Für mich ist das schreiben eine Art Katharsis, verstehst du was ich meine?"
Ich nickte.
"Kennst du das Wort, Katharsis? Eine Art innere Heilung. Deshalb schreibe ich."
Ich nickte nochmals.
"Im Prinzip ist es mir egal, ob jemand meine Gedichte liest oder nicht, Hauptsache ich komme dabei voran."
Diesmal nickte ich nicht. Ich unterbrach ihn, zeigte auf die Bühne und sagte: "Meine Gedichte sind für da oben."
Befragt man Google dazu, wie man sich am besten zum Schreiben motivieren kann, bekommt man sehr schnell einen Haufen Tipps, die einem helfen sollen. Wer so etwas hier sucht, kann gleich aufhören weiter zu lesen, denn das hier wird sehr subjektiv und keinem so richtig weiter helfen. (Wobei ich auch bezweifle, dass "Schreib 50 Worte. JETZT!" einem wirklich weiterhilft.)
"Such dir einen Menschen aus, der dir am Herzen liegt und schreibe nur für diese eine Person. So mache ich das immer." Und es geht bei mir sogar noch weiter, ich male ganze Bilder oder baue irgendwelche Sachen oder steige eben auf eine Bühne, vor mir vollkommen unbekannten Personen und trage meine Werke dort vor. Nur wegen einer einzigen Person. Und es ist nicht mal Lob, den ich dann suche oder Anerkennung, es ist vielmehr eine Art ein kleines Zeichen zurück zu lassen und Emotionen hervor zu rufen.
Es geht aber noch weiter. Ich schreibe nämlich gar nicht selbst. Jedenfalls nicht immer.
Im Wind hörte ich mal die Worte: "Ich bin schwanger mit Ideen, die dann in mir heranwachsen, bis schließlich ein Text geboren wird." (Jedenfalls ist es so irgendwie gewesen, der genaue Wortlaut ist hier auch vollkommen irrelevant)
Schön wäre es, wenn es für mich denn so wäre. Nein, mir bleibt oftmals nicht einmal die Zeit mich auf das Schreiben vorzubereiten.
Ich wache mitten in der Nacht schweißgebadet auf, greife nach einem Stift und einem Stück Papier und dann fließt alles heraus. Dies ist natürlich nur der Extremfall (obwohl so meine schönsten Gedichte entstanden sind.)
Der andere Fall sieht so aus, dass ich mich vor ein leeres Blatt Papier setze, meine Person und die Message, die ich übermitteln will, vor Augen habe und dann einfach drauf los schreibe.
Und der Idealfall beinhaltet eine Mischung aus beidem. Ich habe mein Ziel vor mir und es regnen Textfetzen auf mich hernieder, die ich dann nur aufheben und aufs Papier bringen muss. Diese Texte landen dann beispielsweise auf Fahrkarten der Deutschen Bahn, zur Belustigung vieler Schaffner.
Vielleicht mache ich es mir ja auch zu leicht. Vielleicht muss man tatsächlich jeden Tag etwas schreiben um ein Gefühl dafür zu entwickeln. Vielleicht schränkt man sich dadurch aber auch selbst ein, indem man das Ganze nur noch mechanisch macht und die Kunst aus den Augen verliert.
Vielleicht schränke ich mich jedoch dadurch ein, dass ich immer nur einer Person schreibe.
Dann versuche ich es mal zu ändern, indem ich 50 Worte schreibe. JETZT!:
Montag, 11. Juli 2016
Aritmi
Si u ba kjo puna jonë?
Mundohemi të ngasim por na lidhen këmbët.
Dhe lidhjet jan ato që na shkaktojnë probleme
Na bëjnë të biem
Në telashe, në gjumë, në kundërshtim me vetveten
Në dashuri
Dhe prapë të zgjohemi dhe të biem thellë e më thellë e më thellë e më thellë
A të ndëgjojë ty o miku im
Dhe të flijoj vetën për ata që dashuroj?
Apo të ndëgjojë vetën
Dhe të dashuroj për shkak të dashurisë?
Nuk kam frikë nga e panjohura
Kam frikë nga vetja
Nga kthetra të zeza që trokasin në derë kur unë nuk i pres
Nga ato dhëmbët në thellësinë e atij deti të kuq
Nga gjithë ato perseritje ritmike
Riciklim
Reprint, reprizë, rikujtim
Katrorët janë rrathë
Trekëndëshat janë rrathë
Por unë dhe ti kurrë rreth nuk bëhemi
Rrotullohemi rreth poleve tona që dallojnë si nata me ditën
Por prapë dashurojmë
Dhe vazhdojmë poshtë e lartë
Hap pas hapi
Tik tak tik tak
Me këtë ritmin tonë
Pa ritëm
Sonntag, 29. November 2015
Samstag, 5. September 2015
Perspektive III = Δ schließt den Kreis
Eigentlich sollte diese Perspektive-Reihe über mindestens fünf Texte gehen, doch der dritte wollte einfach nicht zusammenkommen, weshalb ich nun vier und fünf in einen Text fasse. Außerdem ist ein Dreieck ein Kreis, also passt es doch ziemlich gut hier den Kreis zu schließen.
Irgendwann in den 90er Jahren an einem Samstagmorgen um sieben Uhr saß ich vor dem Fernseher und schaute mir die X-Men an. Dieser Satz beschreibt glaube ich am besten einen Großteil meiner Kindheit. Spiderman, Wolverine, Batman und Superman, dies waren die Helden, mit denen ich aufgewachsen bin. Doch gab es auch einen Charakter, der nicht annähernd ein Held war, mich jedoch trotzdem immer faszinierte: Edward Nygma alias der Riddler.
Für diejenigen, die den Riddler nicht kennen sollten, er ist einer der Superschurken aus dem DC Universum und ein Erzfeind von Batman. Und wie sein Name schon vermuten lässt, ist er besessen von Rätseln. Und das war ich auch schon immer, daher ist es nicht sehr verwunderlich, dass ich mich so sehr für diesen Charakter begeistern konnte.
Rätsel sind etwas grandioses. Für manche braucht man ne Menge Wissen, für andere muss man einfach nur über einen gewissen Grad an Logik verfügen, was jedoch ein gutes Rätsel ausmacht ist die eindeutige Lösbarkeit, egal wie schwer es ist.
Eines der frühesten Rätsel, die mir begegneten ist das Rätsel der Sphinx in der Ödipus Sage.
Es ist am Morgen vierfüßig, am Mittag zweifüßig, am Abend dreifüßig. Von allen Geschöpfen wechselt es allein mit der Zahl seiner Füße; aber eben wenn es die meisten Füße bewegt, sind Kraft und Schnelligkeit seiner Glieder ihm am geringsten.
Ich habe mir relativ lange den Kopf darüber zerbrochen und fand dennoch keine Lösung, doch sobald mir die Lösung zu dem Rätsel gesagt wurde, war es natürlich sehr logisch, dass dies die einzige Lösung sein kann.
Ein gutes Rätsel zu lösen ist meist sehr schwer. Ein gutes zu stellen ist meistens noch schwerer. Zum lösen eines Rätsels muss man sich meistens von dem wörtlichen Konstrukt lösen und die Hinweise aus einem anderen Winkel oder in einem anderen Licht betrachten. Stellt man aber ein Rätsel, so muss man noch viel mehr machen. Man muss sich in den anderen Menschen hinein versetzen. Man muss versuchen seine Gedankengänge vorher zu sehen und ihm einen Weg beschreiben, der ihm schließlich die Lösung zeigt.
Der (Lösungs)weg kann dabei dem gelben Ziegelsteinweg aus dem Zauberer von Oz gleichen und den Gegenüber gleich zur Lösung führen, so wie der Ziegelsteinweg zur Smaragdstadt führt, er kann aber auch sehr verworren und irreführend sein, so wie das Wunderland in dem sich Alice verirrt.
Liza në botën e çudirave, die Albanische Version von Alice im Wunderland, war eine der Geschichten, die mich damals auf der dreitägigen Busreise nach Deutschland mit begleitet haben und das Wunderland fasziniert mich auch heute noch. So wie Dexter = Rechts, so ist D = R.
Lassen wir die Tür lieber mal geschlossen, bevor die Stimmen wieder die Überhand gewinnen, so wie im letzten Text, auch wenn das Rätsel um Alice so kaum lösbar ist.
Alice war ein Eindringling in einer Welt die perfekt in ihrem Chaos funktioniert hat. Doch sie konnte sich niemals im Wunderland einleben, wollte immer alles verändern. Und am Schluss hat sie alles durcheinander gebracht und es dann einfach verlassen. So kann man das ganze auch sehen. Alice ist schließlich nur eine Geschichte. Man schließt das Buch und alles ist vorbei.
Wenn wir ein faires Rätsel nicht lösen können, d.h. ein Rätsel mit einer eindeutigen Lösung, dann liegt es nicht am Rätsel, sondern an uns selbst. Dann sind wir wohl einfach nicht in der Lage den letzten (Gedanken)schritt zu machen und die Lösung zu erkennen.
Genau so wie wir oftmals die Realität nicht erkennen können. Wir sehen nur so viel wie unsere Augen wahrnehmen können und erkennen nur so viel, wie unser Verstand begreifen kann. Während manche einen Zauberwürfel innerhalb von Sekunden lösen können, verzweifeln andere Jahrelang daran. Ist somit das Leben selbst ein großes Rätsel? Schließlich beschäftigen sich doch so viele Menschen mit dem Sinn des Lebens, doch eine eindeutige Antwort hat noch niemand dazu gefunden. Fakt ist jedoch, dass wir das Leben nur so weit wahrnehmen können, wie es uns unsere Sinne und unser Verstand ermöglichen. Und manchmal sind wir dahingehend doch (noch) sehr beschränkt.
“Behold yon miserable creature. That Point is a Being like ourselves, but confined to the non-dimensional Gulf. He is himself his own World, his own Universe; of any other than himself he can form no conception; he knows not Length, nor Breadth, nor Height, for he has had no experience of them; he has no cognizance even of the number Two; nor has he a thought of Plurality, for he is himself his One and All, being really Nothing. Yet mark his perfect self-contentment, and hence learn this lesson, that to be self-contented is to be vile and ignorant, and that to aspire is better than to be blindly and impotently happy.”
Und hier schließe ich den Kreis und diese Reihe mit einem sehr kleinen Kreis, der eigentlich kein Kreis ist, sondern ein Punkt. (Punkt)



